Digitale Stromzähler nach MsbG

Die Digitalisierung erreicht Ihren Stromzähler

Nach der Verabschiedung des Gesetzes über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (kurz: Messstellenbetriebsgesetz) wird der Einbau von digitalen und intelligenten Stromzählern in Deutschland ab 2017 obligatorisch. Im Rahmen der Energiewende verfolgt die Bundesregierung dabei vor allem zwei Ziele:

Bei Verbrauchern: Das Erkennen möglicher Einsparpotenziale durch eine stark verbesserte Transparenz bei den Verbrauchswerten.

Bei der Stromversorgung: Die Stabilisierung von Netzen mit einem hohen Anteil wetterabhängiger Energiequellen – dank intelligent aufeinander abgestimmter Kommunikation zwischen Bedarfs- und Erzeugerseite.

Als grundzuständiger Messstellenbetreiber ist die Netzgesellschaft Düsseldorf nach § 29 MsbG dazu verpflichtet, zukünftig Messstellen mit modernen Messeinrichtungen bzw. intelligenten Messsystemen auszustatten.

Moderne Messeinrichtung oder intelligentes Messsystem –
auf die Verbrauchsgröße kommt es an

Für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von unter 6.000 Kilowattstunden (kWh) sieht das Gesetz den Einbau einer modernen Messeinrichtung (mME) vor. Dieses Gerät stellt Stromverbrauch und tatsächliche Nutzungszeit detailliert dar:
So ist die Darstellung von tages-, wochen-, monats- und jahresbezogenen Stromverbrauchswerten jederzeit möglich.

Ihr Vorteil: Die Anzeige von zeitlich bestimmbaren Verbrauchswerten macht Stromfresser sichtbar – und lässt Erfolgskontrollen von Sparmaßnahmen umgehend zu.

Für Haushalte und Betriebe mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden (kWh) sowie für Stromerzeuger mit mindestens 7 kW ist von Gesetz wegen eine erweiterte Technik erforderlich: das intelligente Messsystem (iMS). Hierbei handelt es sich um eine moderne Messeinrichtung, die durch ein Smart Meter Gateway zusätzlich in ein Kommunikationsnetzwerk (CDMA 450) eingebunden werden kann.

Ihre Vorteile: Verbrauchswerte können in Echtzeit komfortabel im Web-Portal ausgelesen werden. Darüber hinaus spielt das iMS eine wichtige Rolle beim Stabilisieren von Stromnetzen mit einem hohen Anteil wetterabhängiger Energiequellen. Und perspektivisch: die Chance, variable Stromtarife vorteilhaft nutzen zu können.

Schritt für Schritt in Düsseldorf

Insgesamt 442.961 Zählpunkte (Stand 31.12.2016) umfasst der Roll Out für das Stadtgebiet in Düsseldorf. Der Umbau wird dabei in verschiedenen Stufen durchgeführt. Geplanter Start ist im Oktober 2017. Alle Haushalte oder Unternehmen, die hiervon betroffen sind, werden im Vorfeld rechtzeitig von uns angeschrieben.

Stichwort Kosten

Bereits jetzt sind Ihnen die Kosten für den Zähler in der Regel durch Ihren Stromversorger berechnet worden. Mit dem Wechsel auf einen neuen digitalen Stromzähler ändert sich der Preis. Der Gesetzgeber hat Preisobergrenzen festgelegt, die von allen grundzuständigen Messstellenbetreibern einzuhalten sind. Daran halten wir uns selbstverständlich.In welchem Umfang Ihr Stromversorger die Kosten an Sie weitergibt, ist abhängig von Ihrem Stromvertrag. Der Zählerwechsel ist für Sie kostenlos.

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