Ihre Fragen - Unsere Antworten

Was ist der Unterschied zwischen einer Fernwärme-Übergabestation und einer Fernwärme-Kompaktstation?

Fernwärme-Übergabestation

Eine FW-Übergabestation enthält nur die Bauteile, welche immer von der NGD geliefert werden müssen. Eine Übergabestation beinhaltet Absperrarmaturen, den Differenzdruckregler mit Mengenbegrenzung sowie den Wärmezähler.

FW-Kompaktstation

Eine FW-Kompaktsation ist ein komplettes Heizsystem, welches bauseitig nur noch hydraulisch und elektrisch angeschlossen werden muss. Die Kompaktstation enthält einen Wärmeübertrager, eine witterungsgeführte Regelung und die geregelten Heizkreise.

Wovon hängt die Wahl des Stationstyps ab?

Die Wahl der FW-Station (Übergabe- oder Kompaktstation) liegt bei der Netzgesellschaft Düsseldorf.

In bestehenden Gebäuden werden häufig Kompaktstationen zur Erneuerung der Heizungsanlage eingesetzt. Voraussetzung hierfür ist, dass die technischen Anforderungen im Objekt erfüllt sind.

Bei Neubauten und bestehenden Gebäuden mit hohen Leistungsanforderungen wird von der NGD eine Fernwärme-Übergabestation geliefert.

Wie wird die bereitzustellende Wärmeleistung durch die Netzgesellschaft Düsseldorf ermittelt?

Die bereitzustellende Leistung wird anhand der Daten im eingereichten Fernwärme-Datenblatt ermittelt. Auschlaggebend hierfür sind die Leistungsangaben der einzelnen Heizkreise, der Trinkwassererwärmung, sowie die dazugehörigen Systemtemperaturen. Auf Basis dieser Daten ermitteln wir den benötigten Anschlusswert, welchen wir Ihnen dann zur Verfügung stellen werden.

Welche Anforderungen werden an den Fernwärme-Hausanschlussraum gestellt?

Die erforderliche Größe richtet sich nach dem Platzbedarf der Übergabestation, der Hauszentrale sowie evt. zusätzlichen Betriebseinrichtungen( z.B. Trinkwassererwärmungsanlage, Pufferspeicher, etc.) und muss mit uns rechtzeitig abgestimmt werden. Für Wartungs- und Reperaturarbeiten muss der Hausanschlussraum mit einer ausreichenden Beleuchtung und einer Schutzkontaktsteckdose ausgestattet sein. Der Hausanschlussraum sollte straßenseitig gelgegen sein. Wir empfehlen den Einbau eines Bodenablaufs und einer Kaltwasserzapfstelle im Hausanschlussraum.

Als Planungsgrundlage gilt die DIN 18012 und unsere technischen Anschlussbedingungen.

Welche Werkstoffe dürfen im Fernheizwasserkreis verwendet werden?

Die zur Verwendung kommenden Werkstoffe, Verbindungselemente und Dichtungen müssen bezüglich Druck, Temperatur und Wasserqualität den Vorgaben entsprechen. In den Anlagenteilen, welche mit Fernheizwasser durchflossen werden, sind Pressfittings nicht zugelassen. Für die Verbindung zwischen FW-Übergabestation und der Hauszentrale muss nahtlos geschweißtes Rohr verwendet werden. DIe Verbindungen müssen doppellagig geschweißt werden.

Weitere Anforderungen können den technischen Anschlussbedingungen für das jeweilige Fernwärmenetz entnommen werden.

Welche Vorraussetzungen müssen für eine Inbetriebnahme der Fernwärme-Station erfüllt sein und wie läuft diese ab?

Für eine Inbetriebnahme und Inbetriebsetzung muss die Kundenanlage hydraulisch und elektrisch angeschlossen sein. Die Station muss mit einem Potentialausgleich versehen werden.

Damit eine Inbetriebnahme durchgeführt werden kann, muss der Fachunternehmer mindestens 3 Tage im Voraus das unterschriebene Inbetriebsetzungsformular einreichen. Im Anschluss findet durch die technischen Berater eine Vorüberprüfung statt und es wird ein Termin für die Inbetriebnahme vereinbart.

Alle wichtigen Informationen finden sich auch auf den Merkblättern zur Inbetriebnahme .